• Hallo Leute


    Bin leicht am verzweifeln. Auf grund der Geräusche.,welche mich so nerven, bin ich nun daran den Motor komplett zu zerreißen. Bis jetzt lief alles gut und nun bekomme ich die Mutter nicht auf, welche das Antriebsritzel das in den Kupplungskorb eingreift, auf der Kurbelwelle hält. Das Sicherungsblech habe ich selbstverständlich aufgebogen.

    Hat bitte jemand einen Rat. Das Problem ist das fixieren der KW. Ich hab schon versucht auf der anderen seite die Schwungmasse mit einem Ölfilterband zu halten, aber das geht auch nicht.


    Lg Thomas

  • Ich lese grade, dass Du die Gehäusehälften schon auseinander hast, das ist schlecht.


    Noch schlechter ist die Idee eine Kurbelwange zu halten und an der anderen mit Kraft zu drehen. Die Wangen sind nur auf den Pleulzapfen aufgepresst. Im ungünstigsten Fall versetzen die beiden Kurbelwellenstümpfe und fluchten nachher nicht mehr in der Lagergasse.

    Bei meiner ersten Lösung wirkt die Kraft wie beim Betrieb gleichmäßig auf die Welle, das sollte sie also kennen,

    Bei der zweiten Lösung kommt die Kraft erst gar nicht beim Pleulbolzen an


    Folgende Lösungsvorschläge sind "Bastellösungen" die mit Bedacht angewandt ohne Beschädigung der Bauteile zu Erfolg führen!


    Meine favorisierte Lösung ohne das Vorhandensein eines Druckluftschlagschraubers beim zerlegten Motor ist:

    -beide Gehäusehälfte wieder zusammenschrauben

    -Zylinderstehbolzen entfernen

    - Kolbenbolzen in das Pleulauge einstecken

    -Kurbelwelle auf OT bringen

    -jetzt rechts und links des Pleuls je ein Kantholz legen (bitte mit identischem Querschnitt)

    -und die Kurbelwelle mit dem an der Mutter angesetzten Werkzeug in Löserichtung drehen bis der Kolbenbolzen an den Kanthölzern aufläuft

    -mit gleichmäßig steigendem Kraftaufwand weiterdrehen und die Mutter lösen

    -FERTIG


    Eine andere Lösung die Welle zu blockieren ist vor der Demontage des Kupplungskorbes möglich.

    Dazu wird ein dickes Metallblech (oder ein Mehrkantstab) aus weichem Matrial wie z.B. Aluminium, Kupfer, Karossrieblech etc rechtwinklig in den Bereich der ineinandergreifenden Zahnräder (Kupplungskorb/Kurbelwellenzahnrad) gelegt.

    Wenn jetzt die Mutter gedreht wird klemmt das Blech ein und blockiert die Verbindung.

    Hierbei gilt wieder alles ruhig und gleichmäßig ohne übertriebene Gewalt angehen,

    keine Materialien verwenden deren Härte den der Zahnräder nahe kommt .


    Alles ohne Garantie und Gewähr

  • also die Gehäusehälften dind noch zusammen. Das mit dem Alustreifen zwischen die Zahnräder habe ich schon probiert. Den hat es mir durchgezogen. Außerdem glaube ich, dass die Spreizkräfte enorm sind. Das mit dem Kolbenbolzen hatte ich auch überlegt, muss ich da nicht angst um mein Pleuellager haben?

  • Mit Bedacht hantiert passiert da nichts, habe ich in meiner Schrauber"frühzeit" mehrfach an meiner Kreidler praktiziert


    Welche Drehrichtung nimmst Du?

    Da ist ein "normales" Rechtsgewinde drauf

  • Dazu benötigt man ein Spezialwerkzeug oder rohe Gewalt, wass Dir die Dichtflächen übel nehmen dürften.


    Das originale Werkzeug und seine Anwendung ist im Manual abgebildet,

    meinen Nachbau aus Metallabfällen und Schrauben ist im Beitrag "Jetzt kommt auch noch eine 50er" im Beitrag #6 zu sehen.


    Hast Du das Manual??

  • Das Werkzeug läst sich auch aus zwei einfachen U-Profilen herstellen, nur müssen die Löcher für die Schrauben präzise positioniert werden.


    Die Funktion ist schnell erklärt.

    die Schrauben links und rechts sind leicht angespitzt und stehen auf den Wellen,

    die Schrauben oben und unten sind in Gewinden im Gehäuse eingeschraubt

    leider kommt auf dem Bild der Abstand zwischen den Brücken nicht deutlich rüber

    Wird jetz die obere Brücke mit der zentralen Schraube an die untere Brücke herangezogen, drücken die beiden äußeren Schrauben die Wellen mit den Lagern (oder durch sie hindurch) in das Gehäuse hinein und somit die Gehäusehälften auseinander.

  • so,hab alles zerlegt. Ob das jemals wieder ein Getrieb wird, bleibt abzuwarten=O.


    Ich hab jetzt die Lager ausgebaut. Alle Lager rasseln nach der Reinigung mit Bremsenreiniger wie Sau. Das Pleuellager ist leichtgängig, ich spüre in keiner Position ein Höhenspiel und seitlich hat es am Kolbenbolzenloch gemessen ca 3mm wenn man es hin und her kippt.


    Leider finde ich den Threat nicht mehr, in dem ich gelesen habe welche Lager rein gehören.

    Ich hab da was von Lagerluft gelesen. Bei mir sind zwei Lager mit der Nummer 6303 verbaut. Ein großes mit 6006Q und das CCI seitige KW Lager mit 6204V.

    Auf letzterem ist ein Blechring aufgesetzt, ich gehe davon aus das es das Ölleitblech ist. Bekommt man das runter? Oder gi20170809_131815.jpgbt es das Lager mit Blech zu kaufen?


    Lg Thomas

  • Lager ohne Schmierung rasseln alle, das sollte mit einer Ölung besser werden.

    Sprüh doch einfach mal WD40 oder ähnlich dünnflussiges "Öl" drauf, das sollte da schon besser werden.

    So wirklich verschleißen dürften die Kugellager im RV Motor nicht so auf die Schnelle.


    Ansonsten mal bei den üblichen Verdächtigen Nachfragen, die 6303er sind Standartlager, die gibt es für kleines Geld in der Bucht

  • also wenn du jetzt ehh schonmal alles auseinander hast würde ich auch alle erneuern, auch wenn sie augenscheinlich noch ok sind. Ebenso die dichtungen.

    Kostet ja auch nicht die welt und du hast gewiss ruhe wenn du alles wieder zusammen bekommst 8o

  • habe jetzt alle Lager ,Dichtungen und Simmeringe bestellt. Die Lager haben nicht nur gerasselt sondern geeckt. Die KW Lager wesentlich schlimmer als die Getriebelager. Bezüglich des Pleuellager, wie kann man das richtig testen?


    Bin schon gespannt ob ich das Getrieb wieder zusammenbekomme