Polrad wuchten?

  • Kopf hoch... Jeder von uns musste schon den ein oder anderen Taler Lehrgeld zahlen. Aber am besten ist immer die verbauten Teile genau zu vergleichen.

    Erst letzte Woche hab ich für mein Auto ein Antriebswellengelenk bestellt Ersatzteil kam an, passte nicht. Folge: Vom Umtausch ausgeschlossen, da schon geöffnet war. Daraufhin bin ich zum Händler mit dem Ausgebauten Gelenk, der Händler meinte nur, dass dieses Teil nie in meinem Modell mit der Motorisierung verbaut wurde...

    Genug abgeschweift vom Thema. Was ich damit sagen wollte, auch die Händler haben nicht immer eine Ahnung von dem was sie tun bzw. verkaufen. ;)

  • So, Schritt 1 ist erledigt, das Polrad ist gewuchtet. Tatsächlich war es dort wo auf den Bildern die Bohrungen zu sehen sind noch immer zu schwer. Die Unwucht betrug ca.1 Gramm. Ob das meine Vibrationen ausgelöst hat, weiß ich nicht. Aber jetzt ist diese Fehlerquelle mal ausgeschlossen. Da das Phänomen von 6400 bis 7000 rpm auftrat, tippte ich auf eine rotierende Masse. Mal sehen.

  • Hab nun heute endlich den Unterberecherkontakt bekommen. und ja, der alte ist im Vergleich komplett fertig. die Feder des neuen ist viel straffer und die Kontakte selbst sehen um Galaxien besser aus. Dennoch ist das Resultat das Gleiche. Beim Abblitzen bin ich mit der Polradmarkierung bei 1400 rpm ca 2 bis 3 cm rechts von der Gehäusemarkierung. Beim Gasgeben läuft die Polradmarkierung in Drehrichtung davon. Das hatte also nichts mit der lahmen Feder zu tun. ich bin der Meinung , dass Abblitzen nicht die geeignete Methode für die RV ist.


    Die Version über den Zündspulenabgriff hab ich offensichtlich nicht behirnt. Da wo das schwarz -gelbe Kabel von der Lima hochkommt, hab ich es abgesteckt. (ich habe im Kabelbaum genau dort einen abzweiger ohne Stecker gefunden. ich vermute das wäre der reguläre Zündpulenabgriff). Ich habe ein Multimeter im Ohmbereich verwendet und eine Messspitze mit dem hochkommenden Teil des Kabels verbunden, das andere mit Masse. Beim drehen des Polrades verändert sich aber der Wert nicht. Dabei weiss ich ja wo der Kontakt öffnet und passe ganz genau auf, aber es passiert nichts. Mit der Prüflampe habe ich folgendes probiert, ich habe einen Pol an das hochkommende Kabel gehalten und einen an den Batterieplus, in der Hoffnung, dass wenn der Kontakt öffnet, die Lampe ausgeht. Leider leuchte das Kackding lustig immer weiter.


    Hab die Zündplatte in die Mitte der Langlöcher gestellt und davor den Unterbrecher auf 0,35 eingestellt. sie springt mit dem ersten kick an ,läuft absolut solide am Stand und fährt gut. Nun ist das zwar super , aber kein Beleg für einen richtig eingestellte Zündung.


    einen Kolbenstopper hab ich auch schon bestellt, der sollte morgen kommen. Der bringt mir aber nichts, wenn ich den Zündspulenabgriff nicht kapiere.

  • Also mit dem Zündspulenabgriff habe ich das so verstanden, dass das eher der Kontaktabgriff ist.


    Du nimmst das Kabel welches vom Kontakt zur Zündspule geht und legst dort den Durchgangsprüfer an, die andere Prüfspitze auf Masse. Wenn der Kontakt nun beginnt den Zündstrom zu leiten und der Ton zu hören ist sollte die Polradmarkierung mit der Gehäusemarkierung fluchten.
    Beginnt der Siganlton früher oder später ist der Zündzeitpunkt durch verdrehen der Grundplatte zu korregieren.

    Voraussetzung hierfür ist, dass der Kontaktabstand als erstes korrekt eingestellt worden ist.


    Ich würde, um sicher zu gehen das der Strom kein anderen Wege nehmen kann, die Leitung zur Zündspule abstöpseln.


    Ich habe meine Powerdynamo-Zündanlagen an der 125er, nachdem ich sie mit der Meßuhr eingestellt hatte, mit der Stroboskoplampe (mit induktiven Abgriff) überprüft. Klappte wunderbar!

  • Also erstmal, die Zündpule habe ich abgeschlossen. Das Kabel vom Kontakt geht auf den Kondensator. Ich bin echt am verzweifeln. Fahrzeugelektrik ist echt nicht mein Ding.

  • Die Prüflampe leuchtet, da sie Masse über die Primäre Zündspule bekommt. Mit dem Ohmmeter misst du bei geöffnetem Unterbrecher ca. 2 Ohm und wenn er geschossen ist ca. 0 Ohm.

    Da der Unterbrecher nicht den Stromkreis unterbricht sondern nur die Primäre Spule auf der Zündplatte kurzschließt.


    Nochmals zur Erklärung:

    Die Primäre Zündspule auf der Zündplatte lädt die Sekundärspule an der Batterie auf. Der Unterbrecher schließt sie Primäre Zündspule kurz und unterbricht somit die Ladung der Sekundärspule. Dadurch wird die Induktivspannung der Sekundärspule freigegeben und fließt Richtung Zündkerze als Zündimpuls ab.

  • Ich habs geschafft :thumbup:. Der entscheidende Hinweis lag darin, dass der Unterbrecher nicht den Stromkreis schließt bzw öffnet. Ich habe immer in den höchsten Ohmbereich geschalten und hab auf eine Reaktion gewartet. Bei mir ist es im geschlossenen Zustand 0.5 Ohm und geöffnet 1,7 ohm. Ich hoffe das Passt. Ich bin zu der Erkenntnis gekommen, dass sie mit leichter Vorzündung am besten vom Fleck kommt.


    Danke für eure Hilfe :thumbup::thumbup::thumbup:

  • Super, dass es nun endlich bei dir geklappt hat und er Funke übergesprungen ist... 8) :thumbup:


    Ääähm, dass stimmt nicht ganz der Unterbrecher unterbricht nicht den Stromkreis:

    Der Unterbrecher schließt nur die Primäre Zündspule (die linke auf der Zündplatte) kurz, somit wird sie durch das Polrad nicht mehr angeregt und es entsteht keine Zündspannung mehr für die Sekundärzündspule.

    Würde der Unterbrecher den Zündstrom für die Sekundärspule direkt unterbrechen (wie ein Lichtschalter) dann wäre die Lebensdauer des Unterbrechers um einiges geringer bedingt durch den Abbrand der Kontakte.

  • der Kolbenstopper ist heute angekommen. Die Methode will ich auch noch gerne ausprobieren. Wieviel Frühzündung kann man der rv Bedenkenlos zumuten? Sind 2 oder 3 Grad ok?

  • Ja, passt.... :D

    Habs überlesen... und bitte um Gnade :saint:


    Egal, doppelt hält besser, zumindest ist das Thema dann leichter über die Suchfunktion zu finden, denn irrtümlicher Weise denken viele, dass der Unterbrecher direkt den Stromkreis Unterbricht, da er ja sonst auch nicht Unterbrecher heißen würde. ;):thumbup:

  • Also abblitzen funktioniert bei mir im Standgas allerdings muss man die vom Hersteller angegebene Leerlaufdrehzahl vorher einstellen.

    2 bis 3 Grad Früh machen den Bock nicht wirklich fett, wenn du den Unterbrecher exakt auf 0.35 eingestellt hast. Denn beim Unterbrecher hast ja auch ein Bereich zwischen 0,3 und 0,4. Von daher... Allerdings würde ich dann an deiner Stelle öfters und regelmäßig den Kontaktabstand des Unterbrechers prüfen. ;)

  • ja den Einstellbereich des Kontakts kenne ich. Welche Drehzahl wird denn angegeben? Vom Gefühl her hätte ich sie auf 1200 bis 1400 Umdrehungen am Standgas eingestellt.

  • Also bei 1200 umdrehungen ist, obwohl ich dezent auf frühzündung bin, die polradmarkierung rechts von der Gehäusemarkierung. Zeigt mir also spätzündung an. Je höher die Drehzahl desto weiter wandert die Markierung.

    Verstehen kann ich das zwar nicht, weil es ja ein fix eingestellter zeitpunkt ist, aber was solls

  • Dass die Markierung um ein paar Grad wandert ist völlig normal, nur sollte sie bei gleichbleibender Drehzahl stehen bleiben, und nicht pendeln...

    Wenn du mit dem Multimeter deine Zündung eingestellt hast sollte sie zu 100% stimmen kann sein, dass dann die Markierungen nicht ganz exakt passen, dies ist dann auf leichte Fertigungs bzw. Zusammenbautoleranzen (hier und da mal ein Hundertstel addiert sich schnell zu einem Grad Abweichung) zurückzuführen. Den mit dem Multimeter eingestellten ZZP kannst du mit der Kolbenstopper Einstellmethode überprüfen. Hier solltest du dann auf selbe Ergebnis kommen.

    ;)