Günters Bastelfred

  • Und aus dem Grund wegen dem Pumpe-Düse System kann man auch keinen z.b Power Commander o.ä verwenden um das Mapping anzupassen.

    Schon alles versucht.

    Die Einspritzer Van ist absolut Chiptuning sicher.

    Umso wichtiger, dass das Abgas stimmt bei einem Zubehör ESD. Und das tut es in 99,9% aller Fälle nicht.

    Ich bin damals böse erschrocken als ich so einen Zubehör ESD dran hatte und die Abgaskurve beim Kumpel auf dem Prüfstand gesehen habe.

    Das war echt übel!

  • Warum sollte dann das nicht gehen? Ob jetzt Pumpe und getrennte Düse oder Kolbenpumpe in Düse integriert ist, spielt doch keine Rolle. Es geht nur darum zu einem bestimmten Zeitpunkt eine bestimmte Menge Sprit einzuspritzen. Das Einspritzsystem dabei ist unerheblich.

    Der Powercomander (PC) gaukelt ausserdem nur der ECU "gefakte" Sensorwerte vor, damit diese das tut, was der PC will.

    Das ist allerdings immer nur eine halbherzige Sache, da trotzdem nur originale MAP in der ECU aktiv ist, und die lässt sich nur soweit "verbiegen", wie es ihre Offset-Tabellen zulassen. Dem PC sind da klare Grenzen gesetzt - aber das gilt für jede Einspritzung.

    Da Suzuki bei dieser ECU keinen Up- oder Download des Programmspeichers vorgesehen hat, kann man nur das PROM auf der Platine direkt tauschen um die MAP zu ändern. Leider gibts auch eine Version bei der gar kein eigenes PROM vorhanden ist, dieses sitzt dann direkt in einem embedded 68HCxxx-Prozessor. Das kann man zwar auch ändern, muss ihn dazu aber auslöten. Da wirds dann schon einfacher, gleich eine andere, frei programmierbare ECU einzusetzen.

  • Ich hatte ja kürzlich eine günstige Airbox erstanden. Schnell war nach dem Auspacken festgestellt, dass man an der Airbox selbst nix ändern kann, auch kein Optimierungspotential vorhanden ist.

    Interessant fand ich allerdings die große Verbindungstülle zwischen Airbox und Drosselklappengehäuse.

    Der Innendurchmesser erschien mir mit 41 mm irgendwie überdimensioniert.

    In einem Anfall von blindem Aktionismus habe ich mir ein Alurohr mit AD 41 mm und 1,6mm Wandstärke in einer Länge von 100 mm besorgt. Das habe ich passend abgeschrägt (beide Enden) und das in die Airbox ragende Ende mit Hilfe einer M8 Hutmutter auf einer langen Schraube im Schraubstock eingespannt als Amboss und eines kleinen Hammers mit kugelförmiger Schlagfläche zur "Tulpe" umgebördelt.

    Dieses Teil hab ich dann in die Tülle eingeklebt. So verlängert es in der Airbox die OEM Tülle um 18 mm.

    Die so innen versteifte Tülle lässt sich aber nicht mehr bestimmungsgemäß in die Airbox montieren. Also musste ich die hintere Lippe abschneiden. Damit das dann hält, musste die Tülle in der Airbox verklebt werden. Die Wahl fiel auf PETEC Montage Kleber "94270". Der dürfte dem Sikaflex 111 entsprechen, ist aber in einer 80 gr. Tube erhältlich. Ich hatte dem Kleber 2 Tage Aushärtezeit gegeben.


    Heute hab ich mal ne kleine Probefahrt gemacht. Gleich auf den ersten Metern hab ich mir gedacht: Der Mist muss sofort wieder raus. Der Motor lief in allen Drehzahlbereichen rau und zäh.

    Aber offensichtlich konnte sich die Einspritzung auf die neuen Verhältnisse adaptieren. Ich habe auf 40 km bewusst verschiedene Last- und Drehzahlbereiche gefordert und insges. 4x den Motor für eine 2 minütige Pause abgestellt. Und siehe da, sie läuft wieder ganz normal. Ob jetzt irgend ein Drehzahlbereich betont wird oder Federn gelassen hat, keine Ahnung. Wenn ja ist es im homöopatischen Bereich.


    Fazit: Blinder Aktionismus, hat aber Spass gemacht. DSC_5574.jpgDSC_5575.jpg

  • Heute hab ich das verlockende Kradwetter genutzt und hab eine Runde mit der RV auf trockenen, salzfreien Straßen gedreht.

    Zwischenzeitlich hab ich ja die M5 Silentblöcke für den Drehzahlmesser geliefert bekommen und auch montiert. Der DZM kommt so natürlich etwas näher ran, ist also nicht mehr ganz in einer Linie mit dem Tacho, aber die Dinger bleiben dran. Ohne ist der DZM zwischen 5000 und 7000 rpm kaum ablesbar, mit ist Ruhe im Karton. Auf Dauer hätten die Vibrationen den DZM irgendwann zerbröselt, mit den Silentblöcken ist das vertrauenerweckender. Meine neue Motorradjacke, die ich seit 2 Wochen im Fußgängerbetrieb eintrage hat sich nun auch im Echtbetrieb bewährt. Ist ne "Rockabilly" von Noble House Ulm.

  • Und wenn man sich die chinesischen Compliance-Motoren ansieht, die es in irgend einem Modell nach EU schaffen, so ist der Leistung als beinahe lächerlich zu bezeichnen. Skyteam schafft mit dem 250er kaum die 16PS. Vor 20 Jahren hatte eine 250er noch gut 26PS und eine 200er 18-22PS

    korrekt hat die Skyteam Raptor 250 den Motor der Honda FTR223 (SOHC) mit 223 ccm. Und korrekt schafft dieRaptor 11 KW.

    Die Honda hatte 19hp und ein Drehmoment von 21Nm

    Skyteam V-Raptor 250

    It´s never too late not to...

  • Auch der "Honda"-Motor in der Skyteam ist nicht von Honda, sondern ein Complience-Motor (mit Hondas Segen natürlich).

    Und die Honda-Motoren hatten vor 20 Jahren auch noch mehr Leistung als 19PS ....


    Das Problem, das sich da auftut, ist, das diese Motoren im Grunde sehr alte Konstruktionen (Verbrennungsdesign) sind und nur durch allerlei Kunstgriffe die Zulassungen schaffen - aber deutlich auf Kosten der Performance.

    Ein moderner 250er mit Einspritzung/Wasserkühlung/verstellbaren Steuerzeiten/etc. hüpft locker über 25PS hoch - trotz aller Abgasvorschriften. Nur werden sich Firmen wie Suzuki, Honda oder ganz speziell KTM / Rotax hüten, solche Motoren als Complience freizugeben und zudem kosten die auch ganz schön. Da wären die Preise für diese Chinaexoten in ganz anderen Regionen und würde auch nicht zum anderen Ramsch passen, den die da teilweise verbauen.

  • Habt Ihr mal Zahlen für mich, was Eure 200er auf ebener Bahn und ohne Wind für Geschwindigkeiten erreichen.


    Meine lief bis Vorgestern 110 Km/h mit relativ neuen Reifen, der Tacho zeigt im Vergleich zu GPS paraktisch keine Abweichung.


    Vorgestern hatte ich einen ÖW gemacht und das Motul 300V 10W-40 gegen Ravenol Motobike Ester 10W-50 getauscht. Beides sehr hochwertige Öle und eigentlich overkill für dir RV.


    Mit dem 10W-50 ist sie ab 80 Km/h merklich zäher, bisher hab ich mit Topcase damit nur 105 Km/h erreicht und der Anlauf war laaang.


    Nach etwa 1000 km bin ich der Meinung, dass mein Airboxumbau die RV am Berg etwas nach vorne gebracht hat. Wir haben hier im Lkrs. in der Ortschaften sehr oft 40Km/h Beschränkungen. Ich fahr das alles mit dem 5.. Wenn es dann den Berg hochgeht, geht der RV die Luft nicht aus. Ich kann sogar ohne Würgen am Berg im 5. ab 40 beschleunigen.


    Anderes Thema: Die Kritik an den Dunlops kann ich nicht nachvollziehen. War neulich mit der RV am berüchtigten Kesselberg (die Streckensperrung für Motorräder ist erst seit April wieder aktiv). Nun ist die RV in meinem Fuhrpark das Mopped mit den schmalsten "Vernunftstreifen".

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    Anderes Thema: Die Kritik an den Dunlops kann ich nicht nachvollziehen. War neulich mit der RV am berüchtigten Kesselberg (die Streckensperrung für Motorräder ist erst seit April wieder aktiv). Nun ist die RV in meinem Fuhrpark das Mopped mit den schmalsten "Vernunftstreifen".

    Ich würde auch nicht sagen, dass die Dunlop schlecht waren. Meine fuhr ich von 2015 bis 2019 immerhin über 30.000 km. Das hat kein anderer Reifen mehr geschafft.

    Nicht so gut fand ich sie bei Nässe. Außerdem sind die Reifen allen Längsrillen nachgelaufen. Bei Längsfräsungen hatte ich das Gefühl in einer Straßenbahn zu sitzen.


    Paul

  • Das hat kein anderer Reifen mehr geschafft.

    Nicht so gut fand ich sie bei Nässe. Außerdem sind die Reifen allen Längsrillen nachgelaufen. Bei Längsfräsungen hatte ich das Gefühl in einer Straßenbahn zu sitzen.

    Das kann ich absolut bestätigen. Ich fand den Dunlop eher schwammig, vor allem in Kurven. Aber am schlimmsten fand ich wie Paul, dass er Längsrillen hinterhergelaufen ist. Das war sehr unangenehm. Da ich sehr lange kein Motorrad gefahren bin, dachte ich zunächst das wäre normal, aber mit dem Bridgestone AX 41 S ist es ein anderes Fahrgefühl.

    Viele sagen, der Dunlop sei dafür auf Schotter und Matsch besser, aber da fahre ich so gut wie nie.

  • Danke! Ich fahre selbst gewöhnlich sehr langsam mit der RV, wenn ich schneller vorankommen will, nehme ich ein anderes Motorrad.

    Ich bin neulich 160 mit überwiegend 40 Km/h gefahren und konnte dabei einen Verbrauch von 1,97 L/100 km realisieren.


    Was mir auch erst 2024 aufgefallen ist: Wenn ich nur eine kurze Pause mache (das Motorrad also nicht abkühlt), kommt es offensichtlich zur Dampfblasenbildung in Kraftstoffsystem. Das macht sich allerdings nur bemerkbar, wenn man nach so einer Pause anfährt und nach wenigen Metern noch mal anhalten muss. Da kann es sein, dass der Motor im Standgas ausgeht. Wenn ich gleich weiterfahren kann, ohne anzuhalten, merke ich nichts.

  • Meine "150er" macht ebenfalls 110km/h mit etwas Anlauf. Da sie doch sehr heiss wird (hat ja keinen Ölkühler) nehme ich ein 10W-50 Motoröl. Dampfblasenbildung habe ich bisher noch nicht beobachtet - habe aber auch einen Vergaser..... Einspritzer könnten da empfindlicher sein.

  • 'schulligung, dass ich lache, aber auf sonen Driss kommt man zuletzt.


    Hatte das erst letzte Woche bei einer Arbeitsbühne, eben noch gefahren, auf einmal ging nix mehr, gesucht, mit zwei Kollegen ...