Kurbelwelle sitzt fest

  • Hallo,


    Als ich gestern nach einer kurzen Ausfahrt mit meiner RV90 auf dem Heimweg war, hat mir plötzlich das Hinterrad blockiert.

    Okay, dachte ich, Kolbenfresser.

    Hab heute dann mal den Zylinder demontiert und mich schon gewundert, dass der so leicht runter ging.

    Zylinder, Kolben, Ringe alles in Ordnung. Aber leider lässt sich die Kurbelwelle nicht mehr drehen.

    Hab’s am Schwungrad probiert, aber keine Chance. Das Ding sitzt fest.


    Da meinen Stärken eher auf der elektrischen Seite liegen, wäre ich für Tipps , was nun zu tun oder zu lassen ist, sehr dankbar.


    Gruß aus dem Saarland


    Achim NoHu

    Am besten ist, du gehst hin und bleibst weg.

  • Hallo Achim,


    sicher das es die Kurbelwelle ist?


    ist das Pleul auf der Kurbelwelle noch frei beweglich?

    Das Getriebe läßt sich noch schalten, bzw der Kraftfluß läßt sich mittels Kupplung unterbrechen?


    Wenn Du beide Fragen mit Ja beantworten kannst:

    Dann würde ich erst einmal die Kupplung freilegen und das Ritzel der Kurbelwelle, welches auf dem Kupplungskorb läuft, entfernen.

    Wenn sich jetzt die Welle bewegen läßt ist das Problem im Getriebe zu suchen.

    mit schraubenden Gruß aus dem Münsterland


    Martin


    :125::125::50: und eine 90er

    "Die Mehr-Spaß-Maschine"(n) - Suzuki März 1978


    "Wenn du nicht reparieren kannst was kaputt ist wirst du verrückt" - Mad Max, Fury Road

  • Hallo Martin,


    Danke für deine schnelle Antwort. ?

    Ich hab zwischenzeitlich den rechten Deckel des Motors entfernt. Getriebeöl war noch drin ?

    Dann hab ich versucht, die Schraube mit der das kleine Zahnrad auf der Kurbelwelle befestigt ist, zu lösen.

    Damit wollte ich herausfinden ob es die Kurbelwelle oder die Kupplungswelle ist, die blockiert.

    (So wie du es auch beschrieben hast)

    Leider kann ich die Schraube nicht öffnen, da sich bei genügend Krafteinwirkung die Welle doch noch etwas mitdreht.

    Schalten kann ich noch.

    Wie kann ich die Wellen blockieren um die Schraube zu lösen?


    Gruß


    Achim

    Am besten ist, du gehst hin und bleibst weg.

  • Hallo,

    Das ganze geht mit einem schlagschrauber (auch mit einem Akkuschlagschrauber) sehr gut zu Lösen.

    Gruss Matthias

  • Update:

    Nachdem ich die Mutter am kleinen Zahnrad mit dem Schagschrauber (Danke Matthias) problemlos entfernt und das Zahnrad abgezogen habe, war klar, das Problem liegt an der Kurbelwelle.

    Hab heute den Motor komplett zerlegt. Die Ursache war offensichtlich ?. (Siehe Fotos)

    Wegen der Anlaufspuren an der Kurbelwelle, hab ich mir gleich eine neue bestellt.

    Auf den Dichtungssatz und die Simmerringe muss ich wegen Hoffis Urlaub etwas warten. Hab aber auch keine Eile.


    Gruß aus dem Saarland


    Achim

  • Aua!

    Kolben und Zylinder haben nichts abbekommen?

    mit schraubenden Gruß aus dem Münsterland


    Martin


    :125::125::50: und eine 90er

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  • Hallo,

    hab heute mal den Motor zerlegt. ?

    Alles draußen, war verdammt viel Zeug drin.

    Ob ich das jemals wieder zusammen kriege. ?


    Egal, zuerst wird jetzt mal das Gehäuse und die Seitenteile in meiner Strahlkabine Glasperlgestrahlt.


    Hab schon mal an einem Zylinderkopf getestet. Sieht gut ? aus, oder ?


    Gruß aus dem Saarland


    Achim

  • Na, der erste Schritt ist ja nun gemacht.

    Hast Du die Powerdynamo montiert oder der Vorbesitzer??

    mit schraubenden Gruß aus dem Münsterland


    Martin


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  • Hallo Martin,

    Meine Suzi hat nur einen Vorbesitzer, ich hab ihm die 90er 1982 abgekauft, als er auf eine 125er umgestiegen ist. Da gab es noch keinen Powerdynamo. ?

    Ich hab ihn seit ca. 4-5 Jahren drin. Es war sagenhaft als ich bei meiner ersten Nachtfahrt nach dem Umbau, zum erstenmal den Lichtkegel des Scheinwerfers auf der Straße gesehen habe. ?


    Gruß aus dem Saarland


    Achim

    Am besten ist, du gehst hin und bleibst weg.

  • Hallo,

    Hab heute die linke Seite meiner Kurbelwelle erhalten. ?

    Aber wie wird die Kurbelwelle getrennt ?

    In den Zeichnungen ist dort nur ein Bolzen zu sehen (Nr.9)

    Keine Schrauben, gar nix ?


    Kann mir jemand helfen ?

  • Das ist verpresst, auseinander geht mit einer Hydraulikpresse recht einfach.

    Der Zusammenbau ist da schon anspruchsvoller, da ist Know-how und eine entsprechende Lehre erforderlich damit die Kurbelzapfen wieder fluchten.

    Bemühe mal die Suchfunktion, da ist das schon beschrieben worden.

    mit schraubenden Gruß aus dem Münsterland


    Martin


    :125::125::50: und eine 90er

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  • Hallo Martin,

    danke, ich hab zwischenzeitlich ein paar Videos gesehen. Hätte ich besser vorher gemacht.?

    Da muss ich mal den ortsansässigen Motorradhändler fragen, ob der das kann.

    Am besten ist, du gehst hin und bleibst weg.

  • Ich würde erst einmal Instandsetzer fragen die das hauptberuflich machen die meisten Händler versuchen dir eine neue Welle zu verkaufen oder geben den Auftrag außer Haus und verdienen auch noch daran.

    In Oldtimerzeitschriften inseriere solche Spezialisten oder einfach mal beim regionalen Motoreninstandsetzer nachfragen

    mit schraubenden Gruß aus dem Münsterland


    Martin


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  • Super, danke für den Tipp ?

    Hab mal rumgegoogelt und tatsächlich einen Motoreninstandsetzer in meiner Nähe gefunden.

    Dem hab ich jetzt per Mail mein Problem geschildert und ihn um einen Preis gebeten.

    Bin mal gespannt.


    Schönen Restsonntag

    Achim

    Am besten ist, du gehst hin und bleibst weg.

  • Wenn man bedenkt was eine Mechaniker Stunde, besonders die für Spezialisten, und die Maschinenstunde heute so kostet muß er sich wahrscheinlich schon beeilen. Nur mit auseinander- und zusammenpressen ist es ja nicht getan. Zunächts müssen Werkzeuge und Maschinen eingerichtet werden, nachher muß der Rundlauf und die Flucht der Zapfen mindestens überprüft oder gar nachgerichtet werden. RV- und andere Kleinmotorenwellen werden nicht sein tägliches Geschäf sein, da sind ein bis zwei Stunden schnell weg.


    Preislich bist Du da im Bereich einer guten gebrauchten Welle, nach einer fachgerechten Instandsetzung ist die Welle praktisch wie neu. Wenn es ein Laden ist, der was auf sich hält sagt man Dir dort auch vorher ob der Rest der Welle brauchbar ist.


    Ich würde auf alle Fälle, wenn es irgend möglich ist die Welle persönlich abgeben, habe ich stets gute Erfahrung mit gemaccht.


    Und keine Angst vor chaotisch aussehenden Kleinwerkstätten, das sind meist die Genies die das Thema und das Chaos beherschen, die brauchen sich nicht durch teure Hochglanzarbeitsplätze hervor tun.

    mit schraubenden Gruß aus dem Münsterland


    Martin


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  • Hallo Martin,

    so hab ich es noch nicht betrachtet. ?

    Ich werd morgen mal anrufen und einen Termin abstimmen.

    Danke für den Tipp


    Gruß


    Achim

    Am besten ist, du gehst hin und bleibst weg.